Normen & Anforderungen.

IEC, DIN, EN, VDE & Co.: Prüfungen und Zertifizierungen sichern die Modulqualität. Auch darüber hinaus gibt es einiges zu beachten.

Für den Laien ist es schwierig, die Qualität eines Moduls zu beurteilen. Deshalb helfen ihm Prüfzeichen, eine gewisse Sicherheit in der Beurteilung zu finden. Die Zertifizierung der Prüfinstitute nach IEC ist allgemein anerkannt. Weitere Beurteilungskriterien sind neben Zertifizierungen nach DIN, EN und VDE die Produkt- und Leistungsgarantiebedingungen, die Leistungstoleranz sowie die technischen Daten. In Deutschland wird die Modulzertifizierung beim TÜV Rheinland e.V. und beim VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut durchgeführt. Module, die diese Prüfung durchlaufen haben, gelten als sehr zuverlässig und langlebig.

  • IEC: internationale Normen der Internationalen Elektrotechnischen Kommission
  • DIN: für Deutschland gültige Normen des Deutschen Instituts für Normung e. V.
  • EN: Normen der Europäischen Union
  • VDE: Normen des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.

Rechtlich verbindlich sind Normen stets dann, wenn in Gesetzen oder Verordnungen darauf hingewiesen wird und die damit den Status einer Rechtsnorm erlangen. Darüber hinaus können sie jedoch auch für den einzelnen Installateur verbindlich sein, wenn sie vertraglich vereinbart wurden.

Normen zu Bau und Inbetriebnahme von Photovoltaik-Anlagen.

DIN VDE 0100-712
ist das Basis-Regelwerk zur Installation von PV-Anlagen bis 1.000 Volt Spannung und behandelt die speziellen Anforderungen, die für Betriebsstätten, Räume und elektrische Anlagen von PV-Stromversorgungssystemen, einschließlich von Systemen mit AC-Modulen, anzuwenden sind. Diese Vorschriften mit dem Status einer Rechtsnorm enthalten beispielsweise Bestimmungen zum Schutz gegen elektrischen Schlag, zum Überlast- und Kurzschlussschutz sowie für Einrichtungen zum Trennen, Schalten und Steuern der PV-Anlage.

DIN 1055-4 und DIN 1055-5
Die DIN 1055 befasst sich mit Einwirkungen auf Tragwerke, wovon auch Solar- und PV-Anlagen auf Dächern betroffen sein können. DIN 1055-4 enthält Regeln und Verfahren, um auf Bauwerke einwirkende Windlasten zu bestimmen, Teil 5 definiert Anforderungen, denen die Statik der Anlage bei Schnee- und Eislasten ausreichen muss.

DIN EN 62305 bzw. VDE 0185-305
fasst Standards zum Blitzschutz zusammen. Hier finden sich umfassende Regeln zum Schutz von äußeren und inneren Blitzschäden (Teil 1), zur Risikoeinschätzung für ein Gebäude (Teil 2), zum Schutz von baulichen Anlagen und Personen (Teil 3) sowie zum Schutz elektrischer und elektronischer Anlagen (Teil 4).

DIN IEC 62446
regelt die Mindestanforderungen des VDE an Systemdokumentation, Inbetriebnahmeprüfung und Prüfanforderungen von netzgekoppelten PV-Anlagen, die dem Anlagenbetreiber vom Installateur oftmals in Form eines Anlagenpasses ausgehändigt werden. Darin finden sich Angaben zu verwendeten Komponenten, Informationen zur Systemkonfiguration und Installation, Prüfbescheinigungen und -dokumente, detaillierte elektrische Schaltpläne etc.

Anforderungen an Komponenten von Photovoltaik-Systemen.

DIN EN 50380
regelt die "Datenblatt- und Typenschildangaben von PV-Modulen" und besagt, dass im Datenblatt elektrische Kenngrößen, verwendete Materialien und erlangte Zertifikate aufgeführt werden müssen. Auf dem Typenschild sind Hersteller bzw. Lieferant, Typbezeichnung, Schutzklasse (IP-Norm), max. Systemspannung, elektrische Kenngröße und Leistungstoleranzen anzugeben. In dieser Norm wird beispielsweise vorgeschrieben, dass die Temperaturfaktoren und Teilleistungen bei 800 W/m² und 200 W/m² angegeben werden müssen. Mit diesen Daten kann mit Simulationsprogrammen der Betriebswirkungsgrad der Module berechnet werden. Der Planer sollte darauf achten, dass die Hersteller die Datenblattangaben entsprechend dieser Norm machen.

DIN EN 60529
definiert die Schutzarten von Gehäusen elektrischer Betriebsmittel (z. B. Wechselrichter (Inverter oder Spannungswandler) Ein Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Der von Solarzellen erzeugte Gleichstrom wird vom Wechselrichter in 230 V Wechselspannung gewandelt, damit der Solarstrom im eigenen Haushalt genutzt und/oder ins öffentliche Versorgungsnetzwerk eingespeist werden kann. Zentralwechselrichter werden in Großanlagen, String-Wechselrichter in Kleinanlagen eingesetzt.) und wie zum einen Personen vor entsprechenden Geräten und zum anderen die Geräte selbst vor dem Eindringen von Wasser und Staub zu schützen sind. Die Schutzarten werden durch ein Kurzzeichen angegeben, das sich aus den zwei stets gleich bleibenden Kennbuchstaben IP und den zwei Kennziffern für den Schutzgrad zusammensetzt (daher auch als IP-Norm bezeichnet).

Beispiel: IP 6 5
1. Ziffer: Schutz gegen feste Körper (hier: 6 = staubdicht/kein Eindringen von Staub)
2. Ziffer: Schutz gegen Wasser (hier: 5 = geschützt gegen Strahlwasser)

IEC 61984:2001 bzw. DIN EN 61984, VDE 0627
gilt für Steckverbinder für Bemessungsspannungen von 50 V bis 1000 V und Bemessungsströme bis 125 Ampere je Kontakt. Geprüft werden u. a. elektrische Anforderungen, Materialbeschaffenheit und Gebrauchstauglichkeit von Steckverbindern.

Normen für Wechselrichter.

DIN EN 50524 bzw. VDE 0126-13
Diese neue, seit April 2010 gültige europäische Norm bezieht sich auf Datenblatt- und Typschildangaben von für Photovoltaik (PV) Photovoltaik (zuweilen auch: Fotovoltaik) ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mit Hilfe von Solarzellen, die aus dünnen Siliziumscheiben bestehen. Strahlt die Sonne auf eine solche Zelle, baut sich zwischen Ober- und Unterseite eine Gleichspannung auf. Der erzeugte Gleichstrom wird dann durch einen Wechselrichter in Wechselstrom mit einer Spannung von 230 Volt umgewandelt und steht zur Nutzung bzw. Einspeisung in das öffentliche Netz zur Verfügung.-Wechselrichter (Inverter oder Spannungswandler) Ein Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Der von Solarzellen erzeugte Gleichstrom wird vom Wechselrichter in 230 V Wechselspannung gewandelt, damit der Solarstrom im eigenen Haushalt genutzt und/oder ins öffentliche Versorgungsnetzwerk eingespeist werden kann. Zentralwechselrichter werden in Großanlagen, String-Wechselrichter in Kleinanlagen eingesetzt. zum Netzparallelbetrieb. Sie stellt laut VDE ein Minimum an Informationen unter der Maßgabe bereit, ein sicheres und optimales System mit Photovoltaik (PV) Photovoltaik (zuweilen auch: Fotovoltaik) ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mit Hilfe von Solarzellen, die aus dünnen Siliziumscheiben bestehen. Strahlt die Sonne auf eine solche Zelle, baut sich zwischen Ober- und Unterseite eine Gleichspannung auf. Der erzeugte Gleichstrom wird dann durch einen Wechselrichter in Wechselstrom mit einer Spannung von 230 Volt umgewandelt und steht zur Nutzung bzw. Einspeisung in das öffentliche Netz zur Verfügung.-Wechselrichtern zu ermöglichen. Dabei ist unter dem Datenblatt eine vom Photovoltaik (PV) Photovoltaik (zuweilen auch: Fotovoltaik) ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mit Hilfe von Solarzellen, die aus dünnen Siliziumscheiben bestehen. Strahlt die Sonne auf eine solche Zelle, baut sich zwischen Ober- und Unterseite eine Gleichspannung auf. Der erzeugte Gleichstrom wird dann durch einen Wechselrichter in Wechselstrom mit einer Spannung von 230 Volt umgewandelt und steht zur Nutzung bzw. Einspeisung in das öffentliche Netz zur Verfügung.-Wechselrichter (Inverter oder Spannungswandler) Ein Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Der von Solarzellen erzeugte Gleichstrom wird vom Wechselrichter in 230 V Wechselspannung gewandelt, damit der Solarstrom im eigenen Haushalt genutzt und/oder ins öffentliche Versorgungsnetzwerk eingespeist werden kann. Zentralwechselrichter werden in Großanlagen, String-Wechselrichter in Kleinanlagen eingesetzt. getrennte technische Beschreibung zu verstehen. Das Typenschild darf sich innerhalb des PV-Inverters befinden, sofern es sichtbar ist, wenn eine Tür im normalen Betrieb geöffnet wird.

DIN EN 50530
betrifft den Gesamtwirkungsgrad von PV-Wechselrichtern. In dieser Europäischen Norm wird ein Messverfahren für die Genauigkeit des Nachführens auf den Punkt der maximalen Leistung (Englisch: maximum power point tracking - MPPT) von Wechselrichtern angegeben, die in netzgekoppelten Systemen eingesetzt werden. In diesem Fall speist der Wechselrichter (Inverter oder Spannungswandler) Ein Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Der von Solarzellen erzeugte Gleichstrom wird vom Wechselrichter in 230 V Wechselspannung gewandelt, damit der Solarstrom im eigenen Haushalt genutzt und/oder ins öffentliche Versorgungsnetzwerk eingespeist werden kann. Zentralwechselrichter werden in Großanlagen, String-Wechselrichter in Kleinanlagen eingesetzt. ein Niederspannungsnetz mit stabiler Wechselspannung und konstanter Frequenz. Dabei werden der statische und der dynamische Wirkungsgrad Der Wirkungsgrad bezeichnet das Verhältnis von abgegebener Leistung zu zugeführter Leistung und beschreibt damit den Nutzeffekt bei energieumwandelnden Prozessen. Je nach Art der eingesetzten Solarmodule erreichen heutige PV-Anlagen einen Wirkungsgrad zwischen 11 und 18 Prozent. Herkömmliche Glühlampen wandeln etwa nur 3 bis 4 Prozent der eingesetzten Energie in Licht um. betrachtet.

Normen für Stromzähler.

DIN EN 62052-11:2003 bzw. VDE 0418-2-11
regelt Anforderungen, Prüfbedingungen und Prüfungen von Wechselstromzählern. Diese Norm enthält Typprüfungen für Elektrizitätszähler für die Innenraum- und Freiluftanwendung und für neu hergestellte Einrichtungen für den Einsatz in 50 Hertz- oder 60 Hertz-Netzen und bei Spannungen bis zu 600 Volt.

Auf die Vergütung des Eigenverbrauchs, wie sie durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz bzw. durch das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) möglich wird, hat der Bundesverband Energie-und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) mit einer Ergänzung der Technischen Anschlussbedingungen (TAB) reagiert, die sowohl für KWK- als auch für PV-Anlagen gilt.

Diese Ergänzung beinhaltet Festlegungen zu Beschaffenheit und zulässigen Einbauorten für Stromzähler zur Messung des eigenerzeugten Stroms. Der von diesem Zähler gemessene Strom ist die Basis für die Ermittlung des Zuschlages, der für den gesamten in der KWK-/PV-Anlage erzeugten Strom gezahlt wird, d.h. sowohl für den in das öffentliche Netz eingespeisten als auch den vom Anlagenbetreiber selbst verbrauchten Strom. Dieser Zähler muss u.a. geeicht sein und eine Rücklaufsperre besitzen. Er kann nach Wahl des Anlagenbetreibers an einem zentralen Zählerplatz nach TAB 2007, neben oder in der Anlage installiert werden. Neu erlaubt ist hier auch der Einbau eines anderen Zählers als nach TAB ansonsten vorgeschrieben, z.B. ein einfacher "Hutschienenzähler".

Normen zur Zertifizierung von Modulen.

IEC 61215 bzw. DIN EN 61215, VDE 0126-31
ist mit Bedingungen für Bauarteignung und Bauartzulassung die wichtigste Norm für terrestrische kristalline Silizium Silizium wird aus Quarz hergestellt, der wiederum das zweithäufigste Element in der Erdkruste ist  und überwiegend als Sand oder Gestein vorkommt.-Photovoltaikmodule. Zweck der hier festgelegten Prüffolgen ist laut VDE die Bestimmung der elektrischen und temperaturbezogenen Kenngrößen des PV-Moduls sowie der Nachweis, dass das Modul geeignet ist, längere Zeit den im Anwendungsbereich beschriebenen Klimaten (Luft-, Wärme- und Feuchtigkeitszustände) standzuhalten. Die tatsächliche Lebenserwartung der so als geeignet bezeichneten PV-Module wird von ihrer Konstruktion, der Umgebung und den Bedingungen abhängen, unter denen sie betrieben werden.

IEC 61646 bzw. DIN EN 61646, VDE 0126-32
Was die Norm IEC 61215 für kristalline Silizium Silizium wird aus Quarz hergestellt, der wiederum das zweithäufigste Element in der Erdkruste ist  und überwiegend als Sand oder Gestein vorkommt.-Module definiert, hält die Norm IEC 61646 für terrestrische Dünnschichtmodule fest: Diese Norm ist laut VDE zur Anwendung für sämtliche terrestrischen ebenen Modulmaterialien vorgesehen, die nicht in IEC 61215 behandelt werden. Auch hier werden Aufbau der Testanlagen, Ablauf der Tests und die zu erfüllenden Bedingungen zur Vergabe eines Zertifikates beschrieben.

IEC 61730 bzw. DIN EN 61730, VDE 0126-30
definiert Sicherheitsstandards, die eingehalten werden müssen, damit ein Solarmodul Ein Solar- oder Photovoltaikmodul besteht aus mehreren elektrisch miteinander verschalteten Solarzellen, die zwischen einer Glasscheibe und einer Kunststofffolie auf der Rückseite oder zwischen zwei Glasscheiben eingebettet und so vor Witterungseinflüssen geschützt sind. Solarmodule werden in der Regel in einem Rahmen montiert, der zur Befestigung des Moduls dient. das CE-Zeichen führen darf. Teil 1 der IEC 61730 beinhaltet Anforderungen an Moduldesign und Materialien (z. B. Entflammbarkeit von Kunststoffteilen, Größe der Anschlussklemmen, Isolationswirkung der Materialien im Modul), Teil 2 definiert durchzuführende Sicherheitsprüfungen.

IEC 62108 bzw. DIN EN 62108, VDE 0126-33
legt die Mindestanforderungen für die Bauarteignung und Bauartzulassung von Konzentrator-Photovoltaik (PV) Photovoltaik (zuweilen auch: Fotovoltaik) ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mit Hilfe von Solarzellen, die aus dünnen Siliziumscheiben bestehen. Strahlt die Sonne auf eine solche Zelle, baut sich zwischen Ober- und Unterseite eine Gleichspannung auf. Der erzeugte Gleichstrom wird dann durch einen Wechselrichter in Wechselstrom mit einer Spannung von 230 Volt umgewandelt und steht zur Nutzung bzw. Einspeisung in das öffentliche Netz zur Verfügung.-Modulen (CPV) und -Anordnungen fest, die für den Langzeitbetrieb in gemäßigten Freiluftklimaten geeignet sind. Die Prüffolge basiert teilweise auf der in IEC 61215 für die Bauarteignung und Bauartzulassung von terrestrischen kristallinen Silizium Silizium wird aus Quarz hergestellt, der wiederum das zweithäufigste Element in der Erdkruste ist  und überwiegend als Sand oder Gestein vorkommt.-Photovoltaik (PV) Photovoltaik (zuweilen auch: Fotovoltaik) ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mit Hilfe von Solarzellen, die aus dünnen Siliziumscheiben bestehen. Strahlt die Sonne auf eine solche Zelle, baut sich zwischen Ober- und Unterseite eine Gleichspannung auf. Der erzeugte Gleichstrom wird dann durch einen Wechselrichter in Wechselstrom mit einer Spannung von 230 Volt umgewandelt und steht zur Nutzung bzw. Einspeisung in das öffentliche Netz zur Verfügung. (PV)-Modulen festgelegten Folge, unterscheidet sich aber u. a. durch die Einstrahlung unter Standardtestbedingungen deutlich.

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