Anlagen zur Heizungsunterstützung.

Kollektoren können wie dargestellt zur Warmwasserbereitung, als eigenständige und vollwertige Heizung oder zur Unterstützung einer bereits vorhandenen anderweitigen Heizung verwendet werden.

Letzteres ist allerdings meist nur bei Altbauten notwendig, bei denen entweder die Dämmung nicht ausreicht oder eine im Verhältnis zum Raumvolumen zu kleine Dachgröße vorliegt, als dass der Wärmebedarf vollständig durch Kollektoren gedeckt werden könnte. Andere Gründe sind eine dauerhafte Gebäudeverschattung oder ungünstige Dachausrichtung.

In jedem anderen Fall ist eine anderweitige Heizung immer komplett ersetzbar und insbesondere aufgrund der besseren Umwelt- und Betriebseigenschaften der Solaranlagen wünschenswert. Solarthermische Anlagen und passive solare Bautechniken sind weniger wartungsanfällig und erzeugen durch den nicht vorhandenen Brennstoffbedarf und die zu vernachlässigenden Stromkosten von durchschnittlich nur rund 8 € pro Jahr für den Betrieb der elektrischen Umwälzpumpe keine weiteren laufenden Kosten. Gesamtgesellschaftlich erzeugen die solarthermischen Anlagen bzw. Bauverfahren aus dem gleichen Grund kein zusätzliches Verkehrsaufkommen und konkurrieren nicht mit der Landwirtschaft um wertvolle Ackerfläche, was beim flächendeckenden Einsatz brennstoffbetriebener Blockheizkraftwerke auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe der Fall wäre. Außerdem erzeugen sie weder Feinstaubemissionen noch manuell zu entfernende Restasche.